Buchbesprechung:
Die Faszination des Bumerangs
Mythos oder Wirklichkeit?
Selbstverlag:
Georg August
Mühlenfelder Str. 82
13467 Berlin
132 S. DIN A4 mit 7 Fotos, zahlreichen Abbildungen, mehreren Tabellen
und 28 Bauplänen.
DM 40,- einschl. Versand.
Nach
Vorwort und sehr persönlich gehaltenen Allgemeinen Betrachtungen
(4S.) gliedert der Autor den Stoff wie folgt auf (Seitenz. abgerundet):
Selbstbau (12 S.) - Formen (3S.) - Werfen und Fangen (8 S.) - Wettkampfdisziplinen
(2.S) - Bumerang-Physik, (einschl. Teil I): 19 S.) - Korrektur von
Baufehlern (2 S.) - Verwendung von Gewichten (7S.) - Baupläne
(65 S.) - Literatur-Anhang (1 S.).
Der
Abschnitt über den Selbstbau zeichnet sich aus durch die Sorgfalt
bei der Beschreibung der Abläufe, durch zahlreiche praktische
Tips/Hinweise, durch Sonderabhandlungen über Profile
und Gewichte und Bemerkungen zum Arbeitsschutz.
Die
Bumerangformen sind auf 14 reduziert und decken damit im wesentlichen
den praktisch verwendeten Formenvorrat ab. Sehr hilfreich finde
ich die sorgfältig überlegten und sorgfältig dargestellten
Betrachtungen zum Thema: Innenkreis/Außenkreis/Neutrale
Zone.
Im
Abschnitt Werfen und Fangen hat mich die Verwendung des Wortes Leewinkel
irritiert. Hier an der Küste bedeutet Lee die dem
Wind abgekehrte Seite, also die Gegenrichtung zu Luv.
Die
Wettkampfdisziplinen kommen etwas knapp weg; und so frei ist MTA
ja nun doch nicht, daß nur geworfen und gefangen werden muß.
Das gilt ja nur für MTA - unbegrenzt.
Bumerang-Physik
I und II. Für mich ist die übersichtlichste Graphik die
Abb. 110 auf S. 52, trotz der zahlreichen, akribisch überlegten
und dargestellten Abbildungen weiterer Einzelkräfte und - momente.
Diese haben alle im Vergleich mit anderen Arbeiten hohen Rang und
werden die Physikbegeisterten unter den Lesern zu überprüfenden
weiteren Überlegungen anregen und auch dazu, ob und wie die
komplizierten Sachverhalte vereinfachend dargestellt werden können.
Den
Abschnitt über die Verwendung von Gewichten fanden wir so informativ.
daß wir ihn - mit Erlaubnis des Autors - als besonderen Beitrag
veröffentlichen werden.
Von
den zahlreichen Bauplänen möchte ich lediglich die acht
ersten Beispiele der Experimentals ansprechen. Ich meine,
sie sind ein hervorragendes Beispiel für eine Reihe, die sehr
sorgfältig Kleinveränderungen einer einzige Grundform
vornimmt und damit sicherlich genaue Erfahrungen zuläßt.
So eine spezifizierende Achterreihe habe ich bisher nicht gesehen.
Abschließend:
Ein hochwertiges Buch. Eine Besonderheit möchte ich unbedingt
hervorheben: Der Autor ist nicht nur sein eigener Verleger; er hat
auch als Fotograf und Graphiker an seinem Werk gearbeitet. Meine
Gratulation!
Das
Buch kann übrigens mit einem Verrechnungsscheck direkt beim
Autor bestellt werden (Adresse siehe oben).
wb
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