Dreibein
Design:
Axel Heckner
Material: 1,5mm Pertinax
Der
Gedanke, einen Dreiflügler-LZF zu bauen, geistert ja schon
länger durch die Bumerangszene. 1992 habe ich schon mal einen
Anlauf genommen.
Unter
vielen Variationen stellte sich ein dreiflügliger Quirl (siehe
BW 3/93, S.19) als passabel heraus. Zunächst superstabilisierend,
dann Schwebephase und dann allerdings ein fast dramatisches Ausdrehen,
d.h., die Krümmung der Translationsbewegung wechselte deutlich
schneller, als man das von Zweiflüglern gewohnt ist. Beste
Flugzeiten damals etwa 22 sec.
Vor
kurzem hatte ich nun endlich wieder 1,5 er Pertinax. Also baute
ich Dreiflügler mit stärker gekrümmten Flügeln.
Die Tendenz zum Ausdrehen blieb, wenn auch deutlich abgeschwächt.
Es schien etwas mit der Rotationsgeschwindigkeit zu tun zu haben:
Langsam rotierende Dreiflügler blieben stabil - kamen aber
flott runter.
Unter
allerlei Variationen wie Pseudo-Dreiflügler, T- oder Y-förmige
erwies sich der Dreibein bisher als vernünftigstes
Konzept. Schwächer abgeknickte drehten früher aus, stärker
abgeknickte bereiteten große Schwierigkeiten beim Tuning.
Er läßt sich prima biegungsmäßig ausreizen,
d.h. so biegen, daß er möglichst hoch mit minimalem Bogen
fliegt. Das Ausdrehen ist zwar da, aber noch tolerierbar. Die Flugzeit
von 25 - 28 sec übertrifft sicherlich alle bisherigen Dreiflügleransätze,
liegt aber (noch) knapp unter der eines normalen Langzeitfliegers.
Für einen Prototyp gewiß nicht schlecht.
Verbesserungsmöglichkeiten
wären z.B. Höhlen, Mittelbereich etwas schlanker oder
gelocht. Hier darf getüftelt werden. Biegung: Alle Flügel
pauschal ca. 5 mm hoch.
Axel
Heckner
Wilsonstr. 1
35392 Gießen
axelbum@aol.com
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