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Vector
High-tech
MTA-Bumerang für Wettkampf und allgemeinen Sport, entworfen
und produziert von Georgi Dimantschev
Da
MTA-Tuning nicht jedermanns Sache ist, wünschen sich viele
einen MTA-Bumerang, der kein Tuning benötigt und seine Form
immer behält. Jonas Romblad war der erste, der so ein Gerät
mehrschichtig in einer Form hergestellt hat. Georgi tritt nun in
seine Fußstapfen. Bei dem folgenden Text handelt es sich um
die Produktbeschreibung des Herstellers, die wir wegen des hohen
Interesses an solchen Bumerangs praktisch ungekürzt wiedergeben.
Es
gibt heutzutage weltweit unterschiedlichste und gute MTA-Bumerang-Modelle
mit unterschiedlichen Formen wie Hockey-Stick, Extended Hook, Extended
Omega usw. hergestellt aus unterschiedlichen Materialien wie Sperrholz
und Pertinax mit unterschiedlicher Abhängigkeit von den Windbedingungen
(Windstille oder Wind beeinflussen die Flugbahn und die Flugzeiten).
Aber
alle müssen vor dem Werfen getunt werden; d. h. die Flügel
müssen gebogen und verdreht werden, sowohl vor dem ersten Wurf,
als auch erneut nach dem Transport in der Tasche, wenn sie mit anderen
Geräten zusammen transportiert worden sind. Richtiges Tuning
benötigt zuviel Zeit und Erfahrung. Außerdem: Einmal
getunt ist nicht für immer getunt.
Die
Bumerangs können sich verformen durch Sonnenschein, Hitze,
Regen oder Schnee, Kälte und Feuchtigkeit.
MTAs aus Sperrholz, Pertinax, Kunststoff können brechen, während
des Tuning, oder beim Absturz.
Die MTA-Bumerangs verhalten sich niemals identisch, auch wenn sie
aus der gleichen Werkstatt kommen.
Es
gibt einen MTA-Bumerang, der von den o.g. Problemen frei ist: Der
Jonas Romblad. Er hat die klassische Hockeystick-Form, die von W.
Bretfeld entworfen und von Ted Bailey weiterentwickelt worden ist.
Das Material: Carbon-Kevlar-Epoxy-Komposite. Er ist einer der besten
MTA-Bumerangs bei leichtem Wind - bis heute. Jedoch haben sich Wurfstil
und Wettkampftaktik in den letzten 3 - 4 Jahren geändert. Die
MTA-Bumerangs mit ihrer komma-ähnlichen Flugbahn und ihrer
besseren Windresistenz stellen eine neue Generation von MTA-Bumerangs
dar, die zunehmend bei Wettkämpfen verwendet wird. Vector
ist der neue Composite-MTA im modernen Stil!
Über
den Designer: Luftfahrtingenieur: Ultraleichtflugzeuge, Bremsfallschirme
(seit 10 Jahren). Er weiß, wie Auftrieb erzeugt und Widerstand
vermindert wird. Seit 1969 Flugmodellbauer, seit 1970 Bumeranghersteller
und -werfer. Vertraut mit der Aerodynamik im Bereich niedriger Reynoldszahlen.
Tester zahlreicher Flugmodelle und Bumerangtechnologien. Präsident
des Bulgarischen Bumerang Clubs (seit 1991), dessen Mitglieder er
trainiert. Wettkampfteilnehmer seit 1992. Kennt den Wert des Know-how
des MTA-Bumerangtunings und -werfens.
MTA-advanced
aerodynamic design - die kleinen großen Geheimnisse im
Hinblick auf Flugbahn und langen, stabilen Schwebeflug.
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Umrißform: Ergebnis aus vierjährigen Experimenten nach
dem Testen von 15 unterschiedlichen Formen. Dabei wurde die Erfahrungen
folgender MTA-Experten verarbeitet: Kim Galeazzi, Axel Heckner,
Günther Möller, Fridolin Frost, Ola Wahlberg, Didier
Bonin.
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Flächenbelastung (0.23 - 0.27 g/qcm) - optimiert für
eine Sinkgeschwindigkeit von weniger als 1,5 m/sec und stabilen
Flug bis zu einer Windgeschw. von 4-8 m/s (= 9 - 18 mph). Theoretische
Mindestsinkgeschwindigkeit: 1,2 m/s.
-
Profil: Verhältnis Stärke /Breite: 0.07 in mittlerem
- optimiert für ein besseres Verhältnis Auftrieb/Widerstand
in dem großen Re-Zahlen-Bereich von 6 000 - 160 000.
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Für komma-ähnliche Flugbahn 30-40m gegen den Wind spezielles
Tuning und genaueste Balance zwischen der Masse und der Gewichtsverteilung
(durch Benutzung von zwei Gewichten von 0,45 g). Gleichzeitig
wird so der Schwebeflug stabilisiert.
-
Neuheit: Spezielle Dimantchev-Turbulatoren [kein Aprilscherz -
Anm. gb] auf der Oberseite im Bereich der niedrigsten Re-Zahlen,
um weniger Profilwiderstand und niedrigere Sinkgeschwindigkeit
zu erreichen.
Technologie
und Materialien:
-
Langerprobte Komposite-Technologie.
-
100% Handarbeit in 12 kg schweren Epoxy-Metall-Formen: Ein Vector
benötigt 24 Stunden bis zur Aushärtung und einen Monat,
um auszuhärten.
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Stark und nicht verformbar, weil eine Technologie verwendet wird
wie für die besten modernen Flugzeugflügel - Original
box/sandwich construction mit 6 verschiedenen Komponenten: Zwei
Arten Glasfaser-Gewebe Carbon-und Kevlar-Faser Rohacell, Microballoons
und Epoxy-Verbindung. Resultat: Vector ist bei üblicher Benutzung
unzerbrechlich und hält seine Geometrie.
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Nur für Rechtshänder lieferbar, jedoch in unterschiedlicher
Gewicht-Ausführung (alle zum gleichen Preis): Vector Light
(28 +/-0,5 g) für Windstille, Vector Medium (30 +/- 0,5 g)
für mittleren Wind und Vector Heavy. (32 +/-0,5 g) für
starken Wind.
- Farbe:
Oberseite schwarz mit gold, Unterseite schwarz. Handsigniert.
- Jeder
Bumerang mehrmals eingeflogen.
- Tuning:
Nicht nötig! Jeder gelieferte Bumerang ist flugfertig.
Abwurf:
Man benötigt nicht zu viel Zeit, um mit dem Vector vernünftig
umzugehen. Empfohlene Winkel: Luv-Winkel: 20-40 º; Neigungswinkel:
-5 bis + 5º ; Aufstiegswinkel: 40-50º. Viel Spin ist wichtig,
besonders bei starkem Wind. Empfohlen wird der pinch-grip an Arm
1.
Flugzeiten
nach richtigem, kraftvollen Abwurf: Bei Windstille 25-30sec. Für
längere Flüge benötigt man Wind (denn mehr Wind bedeutet
mehr Luftturbulenz und höhere Umströmungsgeschwindigkeit.
Im Wind schwebt der Vector oft sehr lange.
Preis:
DM 68.-, einschl. Spezial-Verpackungs-Socke sowie Luftpostporto.
Außerdem bekommt derjenige, der mit seinem Vector in einem
offiziellen Wettkampf die MTA-Disziplin gewinnt, ein neues Gerät
als Preis. Interessenten wenden sich bitte vor einem Kauf an
Georgi Dimantchev
Hipodruma 139A-A-23
1612 Sofia
Bulgaria
Tel.: 02/581670.
Bewertung durch die Redaktion
Soweit
also Georgi selbst. Ich hatte mit meinem Vector bei den ersten Versuchen
keinen Erfolg. Er flog wie ein MTA, der zu wenig Auftrieb erzeugt
(fehlender Anstellwinkel der Arme). Allerdings brach ich die Versuche
nach kurzer Zeit ab - der Boden war noch hart gefroren und eine
Flügelspitze war schon in Mitleidenschaft gezogen.
Darauf
fragte ich per e-Mail beim MTA-Spezialisten Ted Bailey an,
der mit seinem Vector angeblich 40 Sekunden erreicht hatte, ob er
eine spezielle Wurftechnik verwendet oder etwas am Tuning verändert
hat. Hier seine Antwort:
Bei
den ersten Würfen hatte ich Probleme, aber dann änderte
ich meinen Wurfstil und er funktionierte einwandfrei. Ich habe das
schwere Modell. Ich mußte ihn mit einem größeren
Aufstiegswinkel (höher) als normal und mit einem negativen
Neigungswinkel (ein wenig upside down") werfen.
Möglicherweise ist die Lufttemperatur, bei der er gebogen wurde,
von Bedeutung. Ich habe meinen nur ein paar Mal bei knapp unter
0ºC geworfen, was vermutlich eher Bulgarien zu dieser Zeit
entspricht als Deutschland. Ich bin sicher, daß die unterschiedliche
Ausdehnung all der verschiedenen Materialien bei steigender Temperatur
ein neues Tuning bei wärmerem Wetter erfordert.
Jonas Romblad hatte Tuning-Anleitungen für seine Composite-MTAs.
Ich vermute, sie sind auch für den Vector anwendbar.
Nach
dieser Ermunterung ging ich erneut auf die Wiese - diesmal war der
Boden auch nicht mehr gefroren. Mit der veränderten Wurftechnik
(negativer Neigungswinkel!) flog der Vector auch sofort recht stabil.
Allerdings konnte ich keine Zeiten über 20 Sekunden erreichen
und das Fangen war durch starke Trudelbewegungen und hohe Rotation
auch kein Vergnügen.
Ich
bin allerdings sicher, daß man das Flugverhalten duch leichte
Tuning-Änderungen noch stark verbessern kann. Vielleicht ändert
Georgi das Tuning noch etwas oder verrät uns die ideale Temperatur,
auf die man den Vector zum Tunen bringen muß.
Fazit:
Die Behauptung. Kein Tuning nötig kann ich nicht
bestätigen. Aber immerhin bekommt man für wenig Geld (soviel
nehmen einige Deutsche Bumerang-Bauer schon für einen Pertinax-MTA,
der in maximal 30 Minuten herzustellen ist) ein Gerät, daß
auch nach dem Winterschlaf in der Tasche sein Tuning behält.
Und allein die Verpackungs-Socke ist schon sehenswert!
gb
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