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TUNING
Die beiden Artikel auf den folgenden Seiten beschäftigen
sich mit dem Tuning von Holzbumerangs.
Rusty Harding gehört zum US-Amerikanischen
Urgestein in Sachen Bumerangs. Der Ex-NASA-Mitarbeiter ist vor einigen
Jahren zum Bumerang-Einsiedler geworden. Von aktuellen Wettkampf-Bumerangs
hat er m. E. wenig Ahnung. Sein Artikel sollte daher eher die Überschrift
tragen: "Wie bekomme ich meinen neuen Holzbumerang aus dem
Kaufhaus zum Fliegen?" Er beschränkt sich dabei auf undercuts
(auch bevel genannt, ein Unterschleifen der Bumerangvorderkante
zur Auftriebsvergößerung).
Fred Malmberg, von Beruf "Fußdoktor"
und Hersteller von sehr schönen Lapjoint Bumerangs aus exotischen
Hölzern, ist da schon eher mit moderne Tuning-Praxis bei Wettkampf-Bumerangs
vertraut. Er macht sich für "Biegetuning" stark.
Grundsätzlich kann man eine bestimmte Veränderung
der Flugeigenschaften sowohl durch Biegen als auch durch Schleifen
erreichen. Ich ziehe das Biegen vor, weil man es (im Gegensatz zum
Schleifen) rückgängig machen kann. Bestimmte Effekte lassen
sich dagegen nur durch Schleifen erreichen. Nebenstehend eine kleine
Übersicht über die möglichen Maßnahmen.
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Gewünschte Änderung
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Durch Biegen
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Durch Schleifen
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Schnelleres Flachlegen
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- Armenden hochbiegen (längere Schwebephase)
- Arm 1 positiv anstellen (Rotation nimmt ab)
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Undercut an Arm 1 (Rotation nimmt ab) und/oder Außenseite
des Ellbogens
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Späteres Flachlegen
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- Armenden runterbiegen (kürzere Schwebephase),
- Arm 2 positiv anstellen (Rotation nimmt ab)
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Undercut an Arm 2 (Rotation nimmt ab und/oder Innenseite
des Ellbogens
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Kleinere Flugweite
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Beide Arme positiv anstellen (Rotation nimmt ab)
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Undercut an beiden Armen (Rotation nimmt ab) oder Aushöhlen
der Arme
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Größere Flugweite
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Beide Arme negativ anstellen (Rotation nimmt zu)
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Washout an beiden Armen (Rotation nimmt zu
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Zusammenstellung der Tuning-Maßnahmen (Nebenwirkungen
in Klammern)

| Positiver Anstellwinkel durch Biegen (oben)
oder angeschliffener undercut = bevel bewirkt größeren
Auftrieb des jeweiligen Armes, bremst aber die Rotation |
Negativer Anstellwinkel (oben) bzw. ein eingeschliffener
washout (unten) bewirkt geringeren Auftrieb und geringeren
Widerstand, was zu erhöhter Rotation führt. |
gb
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