

Editorial
Ende des B'-Fluges
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Über Profile von Weitflug-Bumerangs
Das Bulletin Profil Nr. 11, herausgegeben vom l'Art Boomerang Club ist als Sonderausgabe
mit dem Thema Weitflug erschienen. Autoren: Michel Dufayard und Renaud Breton.
Pläne von Volker Behrens, Gerhard Bertling, M. Dufayard, Olivier Voukchevitch
und Klaus Zacher.
Wir haben die Ausführungen über die Profile für die BuWe aufbereitet
und veröffentlichen sie (ebenso wie einen kleinen Werkstatt-Tip über
das verankernde Anbringen von Bleigewichten mitt frdl. Erlaubnis).
Vorbemerkungen zu drei zentralen Vokabeln:
portée: Wurfweite eindeutig,
portance: Tragfähigkeit; meint die Gesamtflugleistung, die Fähigkeit
nämlich, nach optimaler Wurfweite die Ziellinie zu überfliegen,
capacité à revenir: Rückkehrfähigkeit eindeutig.
Zur Gliederung: Der Text ist im wesentlichen auf 9 (8) Skizzen bezogen, enthält
aber immer wieder auch allgemeine Bemerkungen. Diese habe ich gesammelt vorangestellt.
Dann folgen die Skizzen und ihre (manchmal sich wiederholenden) Texte.
Allgemeine Bemerkungen
Die Wurfentfernung eines Weitfliegers hängt direkt vom Profil der beiden
Flügel ab. Vermindert man die Tragfähigkeit, erhöht man die Wurfentfernung,
vermindert jedoch gleichzeitig die Rückkehrfähigkeit. Deshalb gilt:
1. Profile der Weitflieger sollten wenig Energie (durch geringen Luftwiderstand)
verbrauchen, aber ausreichende Tragfähigkeit für die Rückkehr
haben; denn es ist besser, der Bumerang fliegt nicht ganz so weit, kehrt aber
auf jeden Fall zurück.
2. Je mehr sich das Profil der symmetrischen Form nähert, desto geringer
wird die Tragfähigkeit; ein symmetrisches Profil hat mit dem Auftrieb =
Null eine Tragfähigkeit von Null. Das mag aerodynamisch interessant sein,
ist aber für einen Weitflieger wenig geeignet.
3. Je geringer die Materialstärke, desto geringer wird die Tragfähigkeit.
4. Je größer die Flügelbreite, desto geringer die Tragfähigkeit.
Deshalb kann es günstig sein, die Breite der Flügel zu vergrößern,
um die Tragfähigkeit zu vermindern.
Aber, nicht vergessen- je geringer die Materialstärke des Flügels,
desto geringer der Luftwiderstand, aber auch: desto geringer die Rückkehrfähigkeit.
Nehmen wir als Beispiel Volker Behrens' Challenger. Flügel 1 ist 48 mm
breit. Bei einer Materialstärke von 4 mm ist das eine relative Stärke
von 8,5%. Flügel 2 ist 37 mm stark. Das ergibt eine relative Flügelstärke
von 11 %. Diese Werte bewähren sich gut, vorausgesetzt, man gestaltet die
Flügel nicht allzu breit- denn dann nimmt das Gesamtgewicht beachtlich
zu. Man hat dann einen weitfliegenden Bumerang, nur: er kehrt weniger gut zurück.

5. Um vom Normalprofil aus ein Weitflugprofil zu gestalten, verändert man
die Vorderkante, die Hinterkante durch ihre Verschärfung von hinten unten
und man vermindert die Tragfähigkeit der Flügelenden.
Im einzelnen:
 Nicht zuviel Material von der Vorderkante abnehmen; sonst wird die Tragfähigkeit
zu gering.
 Kein symmetrisches Profil formen. Hier ist von der Unterseite/Hinterkante
zuviel Material abgenommen.
 Je mehr Material von der Oberseite/Vorderkante in Richtung Hinterkante abgenommen
wird, desto geringer wird die Tragfähigkeit.
 Je mehr Material von der Unterseite/Hinterkante abgenommen wird, desto geringer wird die Tragfähigkeit. So erhält man leicht Geradeausflieger.
6. Beim Ausformen des Profils sollte man beginnen mit den Schrägflächen
Hinterkante/unten. Man sollte eine Reservefläche belassen; denn abnehmen
kann man immer, nicht aber hinzufügen - die Vorderkanten nicht zu scharf
ausformen.

Sehr scharfe Vorderkanten erschweren den Aufstieg am Anfang des Fluges. Es ist besser, die Vorderkanten in ihrem unteren Teil leicht zu runden, jedoch ausreichend von der Oberseite entfernt.
Grundsätzlich sollte man zwei Maße beachten:
 Breite der Schrägung:6-8 mm,
 Höhe der Schrägung 1 mm.
"Profil"; Bulletin de l'art Boomerang Club
92, rue des Baconnets
92160 ANTONY
Frankreich
(Preis: 20 Francs)
wb
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