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Jürgen Michels
Zwei Indoor-Bumerangs aus Peddigrohr und Papier
An allzu windigen Tagen, in eiskalter Jahreszeit oder sonst bei schlechtem Wetter
brauche ich auf das Bumerangwerfen nicht zu verzichten. Ich suche mir vielmehr
eine leere Sporthalle und werfe mit meinen Peddigrohr-Bumerangs, die ich den
Lesern der Bumerang Welt vorstellen möchte:
Das Aufbau-Prinzip ist einfach. Es wird zunächst ein Gerippe aus Peddigrohr
angefertigt. Günstigste Stärke: 3,5 bis 4 mm. Der Draht (starker Blumendraht,
Silber- oder Kupferdraht), welcher einen geringeren Durchmesser haben muß
als das Peddigrohr, wird zurechtgebogen und in das in Wasser begradigte und
vorher auf 2-3 cm in der Längsachse aufgebohrte Peddigrohr eingesteckt.
Man kann auch einen Tropfen Klebstoff für besseren Halt benutzen. Das Peddigrohr
befindet sich jeweils an der Stirnseite der Bumerangarme, der Draht stets auf
der hinteren Kante der Flügel. Dieses Gerippe wird nun mit sogenanntem
"Drachen-Papier" bespannt und verklebt. Man kann allerdings auch Folien
benutzen, mit denen die Tragflächen von Modellflugzeugen bespannt werden.
Diese Folien sind entweder zu kleben oder aufzubügeln. Fertig ist das Saal-Modell.
Meine beiden Hallen-Rangs beschreiben einen Kreis von ca. 8 - 10 m, sind daher
für eine normale Turnhalle bestens geeignet.
Die Arme der Bumerangs können selbstverständlich auch beschwert werden,
was allerdings ein sehr sensibles Vorgehen verlangt. Staniolpapier oder Lametta
ist als Gewicht gut geeignet.
Die Bügelfolien-Modell lassen sich unter heißem Luftstrom (Fön)
besser zurechtbiegen und zeigen ein stabileres Flugverhalten. Die angegebenen
Gewichte können natürlich durch unterschiedliche Materialstärken
abweichen.
Jürgen Michels
Bühlersteig 21
3549 Volkmarsen
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