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Chet Snouffer
Das erste Mal auf der Wiese
(Übers. mit frdl. Genehmigung aus "The Leading Edge" Nr. 47,
2.14)
Wenn du an deinem neuen Bumerang von Anfang an Freude haben willst, beachte folgende
Tips:
1. Wirf unter Idealbedingungen! sonst kannst du über deinen Bumerang nur
wenig erfahren; also:
Such dir eine Tageszeit aus, zu welcher der Wind leicht und gleichmäßig
weht. Nur so kannst du erkennen, wie sich dein Bumerang optimal verhält.
Erst dann kann sich dein eigener Wurfstil bei stärkerem Wind voll entwickeln.
Du brauchst einen idealen Platz: großer Rasen, ohne jedes Hindernis; denn
Du benötigst viel Raum, wenn Du die Flugbahnen deines Gerätes kennenlernen
willst. Dazu gehören auch Abweichungen von der Flugbahn und Abwurffehler.
2. Wirf zunächst mit weniger Kraft, als du normalerweise anwendest. Besonders
beim Üben mit Wettkampfgeräten (z.B. Fast Catch, MTA) mußt du
mit leichter Hand beginnen, denn häufig sind solche Geräte zerbrechlicher
als andere Bumerangs. Erst die Wurftechnik, dann die volle Kraft!
3. Lies die Anleitung, auch wenn du schon ein erfahrener Werfer bist; niemand
weiß besser über den neuen Bumerang Bescheid als der Hersteller. Probiere
auch verschiedene Abwurftechniken. Einige Bumerangs fliegen am besten mit ein
wenig layover (=Neigungswinkel), andere mit vertikalem Abwurf. Wenn du noch Schwierigkeiten
bekommst: Nimm Kontakt mit dem Hersteller auf und erbitte seinen Rat. Die meisten
Hersteller werden mit dir zusammenarbeiten, damit du befriedigende Flüge
erreichst, oder sie werden das Stück tauschen in eines, das einen einwandfreien
Rückkehrflug vollführt.
(Übers.: wb)
Chet Snouffer
Trainingstips für Fortgeschrittene
(Übers. mit frdl. Gen. aus "The Leading Edge" Nr. 47, S. 6/7)
Zwar gibt es für jede Sportart zwei Grundvoraussetzungen, wenn man Leistungen
erzielen will: Ausrüstung mit den besten Geräten und gute körperliche
Kondition. Aber wichtig ist es, was man damit macht. Das bestimmt den Wettkampf-Erfolg.
Training ist es, das deine Anstrengungen zum Erfolg (oder in die Niederlage) führt.
Die meisten von uns betreiben den Bumerang-Sport ohne Trainer; dennoch können
wir aus den Trainingstechniken anderer Sportarten Nutzen ziehen. Diese Artikel-Reihe
will allgemeine Trainingstechniken behandeln, jedoch aus der Perspektive des Bumerangwerfers,
hergeleitet vom Allgemeinsport, aber, soweit eine Anwendung möglich, umgewandelt
in für den Bumerangsport eigengeprägte Formen.
In diesem Beitrag möchte ich zwei Konzepte diskutieren, die ich verwendet
habe, um meinen Leistungsstand zu steigern. Das erste ist Goal Setting, das zweite
- eine spezifische Bumerang-Übung - nenne ich "Back to the wall".
Goal Setting (sich Ziele setzen) meint unterschiedliche, spezifische Ziele für
den jeweiligen Teilbereich. Nehmen wir an, du trainierst Doubling. Lege als Ziel
fest: Fünf Doppelfänge hintereinander oder acht Fangpaare insgesamt,
wie du willst. Dein Soll ist also: Fünf Doubling-Würfe und alle gefangen.
Jeder Fehler unterbricht die Reihe. Bei einem Fehler kannst Du entweder neu beginnen,
um die fünf zu schaffen, oder du kannst fortsetzen, um acht insgesamt zu
erreichen. Wenn du den ersten Doppelwurf und danach den zweiten geschafft hast,
fühlst du, daß Angst in dir aufsteigt, wenn du an den vierten und zuletzt
an den fünften herankommst. Das ist genauso wie beim Wettkampf: Je weiter
du kommst, umso dringlicher wird die Notwendigkeit, den nächsten Fang machen
zu müssen. Du kannst mit unterschiedlichen Zahlen von Fängen/Fehlern
arbeiten um die Ergebnisse zu verändern.
Eine Variation z.B. besteht darin, sechs Fänge in einer bestimmten Reihenfolge
zu leisten: Zwei Beidhand-Fänge, zwei Einhand-Fänge, zum Schluß
einer links, der andere rechts. Sind alle sechs korrekt gefangen: Ziel erreicht.
Wenn nicht: Wirf weitere 20 Runden. Indem du den Erfolgsdruck für die ersten
6 Würfe steigerst, trainierst du immer spezifischer für den Wettkampf
und hast Belohnung und Strafe mit eingebaut.
Die nächste Übung heißt Back to the wall. Sie bietet eine großartige
Möglichkeit, deine Fähigkeit zum Werfen bei Wind zu überprüfen.
Du kannst eine Linie (=die Wand) mit einem Seil oder Markierungshütchen oder
mit was auch immer markieren. Oder du stellst dir die Grenzlinie lediglich vor.
Ich ziehe eine wirkliche Markierung einer abstrakten vor, obgleich beides funktioniert.
Die Übung besteht darin, so zu werfen, als ob dein Rücken der (vorgestellten)
Wand zugewandt ist. Du kannst nicht über die Grenze hinter dir hinwegwerfen.
Ob du jetzt den humpbackthrow, den off-speed-throw oder den dead-vertical-release
anwendest,(je nach Bumerang, Wurfstil und Windbedingungen): Versuche, daß
der Bumerang kurz vor der "Wand" zurückkommt. So trainierst du
gegen das Abgetrieben-Werden des Bumerangs bei schwierigem Wind.
Bei noch stärkerem Wind ziehe ich vor, am vorderen Kreis (in Richtung gegen
den Wind) eines Feldes mit Genauigkeitskreisen zu trainieren. Bei dieser Übung
kannst du dich speziell auf den Wurfstil konzentrieren, der den Bumerang vor dem
Abgetrieben-Werden ins Lee bewahrt.
(Übers.: wb)
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